Fake it till you make it
Ausstellung mit UWAGA2002 (Nika Genetika & Ella Kur & Alfons Nagel), Ki Bui, Trieu Dao, Sina Eichhorst, Luzie Ana Catalina Katzorke, Willi Mend, Emiliano Mondragón, Josie Overton, Sude Nur Tosun, Leonie Wahler und Aleit Wagenbrenner
Immer wieder stoßen das Bild des prekären Künstler*innen-Daseins und reale ökonomische Verhältnisse aufeinander: für manche eine Lebensphase in Verzicht als freiwillig gewählte kreative Aufopferung und für andere eine strukturelle Ungleichheit, die wenig Zeit und Ressourcen für die künstlerische Arbeit lässt. Es entstehen Ambivalenzen, Irritationen und Reibungen. Unterschiedlichste Startbedingungen prägen künstlerische Prozesse, ihre Perspektiven und ästhetischen Fragestellungen.
Der Begriff „Klassismus“ beschreibt unterschiedliche Formen von Ausgrenzung, Abwertung und Ungleichheiten aufgrund sozialer Herkunft, ökonomischer Bedingungen oder Zugehörigkeit. Solche sind besonders im Kunst- und Kulturbetrieb geprägt von Performanz, Habitus, der Verkörperlichung von Handlungsstrukturen, und scheinbar unsichtbaren Codes, flankiert von Gefühlen wie Scham, Wut oder Unsicherheiten. Wie könnten Aneignungsprozesse, Maskierungen, Strategien durch eine gläserne Decke aussehen, welche ebenso ästhetische Auseinandersetzungen in den Blick nehmen? Welche künstlerischen Mittel können Zugriffsbedingungen oder zwischenmenschliche Solidarität sichtbar machen, soziale Herkunft in verschiedenen Ausformungen reflexiv befragen?
Die Ausstellung „Fake it till you make it“ im ICAT der HFBK Hamburg, Raum 2, im April 2026 möchte mithilfe von künstlerischen Positionen, die aus einem Open Call hervorgegangen sind, die Startbedingungen einer künstlerischen Auseinandersetzung, ihre Sichtbarmachung sowie ihre Ästhetiken untersuchen.
Finissage: 3.5.2026, 16 Uhr
Mit einer Performance der Working Class Daughters und einer Lesung von Daniela Aparicio Ugalde
Fake it till you make it
Ausstellung mit UWAGA2002 (Nika Genetika & Ella Kur & Alfons Nagel), Ki Bui, Trieu Dao, Sina Eichhorst, Luzie Ana Catalina Katzorke, Willi Mend, Emiliano Mondragón, Josie Overton, Sude Nur Tosun, Leonie Wahler und Aleit Wagenbrenner
Fake it till you make it
Ausstellung mit UWAGA2002 (Nika Genetika & Ella Kur & Alfons Nagel), Ki Bui, Trieu Dao, Sina Eichhorst, Luzie Ana Catalina Katzorke, Willi Mend, Emiliano Mondragón, Josie Overton, Sude Nur Tosun, Leonie Wahler und Aleit Wagenbrenner
Fake it till you make it
Ausstellung mit UWAGA2002 (Nika Genetika & Ella Kur & Alfons Nagel), Ki Bui, Trieu Dao, Sina Eichhorst, Luzie Ana Catalina Katzorke, Willi Mend, Emiliano Mondragón, Josie Overton, Sude Nur Tosun, Leonie Wahler und Aleit Wagenbrenner
Fake it till you make it
Ausstellung mit UWAGA2002 (Nika Genetika & Ella Kur & Alfons Nagel), Ki Bui, Trieu Dao, Sina Eichhorst, Luzie Ana Catalina Katzorke, Willi Mend, Emiliano Mondragón, Josie Overton, Sude Nur Tosun, Leonie Wahler und Aleit Wagenbrenner
The Gap Between Worlds
mit Laurel Chokoago, Stef Mosebach, Franziska Nast, Aleen Solari und Sudabe Yunesi
Geöffnet: 22.4.-3.5.2026, auf Anfrage: info@hajusom.de
Die zweite Ausstellung im Programm der „Klassenreise - Aktionen zur sozialen Herkunft“ bezieht sich mit dem Titel „The Gap Between Worlds“ auf eine Kapitelüberschrift des Buches „The Melancholia of Class“ von Cynthia Cruz. In dem Essayband beschreibt die Autorin welche Auswirkungen die Entscheidung von Working-Class Künstlerinnen, ob sie sich in einer anderen, höher angesehenen Klasse assimilieren oder sie verweigern, auf ihr Leben haben. Dabei hebt sie den Aspekt der Melancholie hervor als eine Folge des Verlassens einer zugehörigen Klasse, sei es temporär, punktuell oder auch die Vorstellung davon. Die Lücke zwischen den Welten erfasst sie als einen Behandlungsraum voller Widersprüche: die Sehnsucht, dazugehören zu wollen, “es schaffen” zu wollen, Widerstreben, Wut. Die Künstlerinnen der Ausstellung arbeiten installativ, bildlich, konfrontativ oder abstrakt zu Fragen sozialer Ungleichheiten, ihren Codes, Habitus und Identifikationsmomenten. Sie alle bewegen sich in und um diese Lücke herum, treten in Beziehung zu ihr und fordern sie heraus.
Durch eine Lesung von Stef Mosebach und eine Podiumsdiskussion am 25. April werden diese und andere Überlegungen auf gesellschaftlicher sowie politischer Ebene konkretisiert und mit hoffentlich vielen Fragen und Gedanken bereichert.
Bild: Aleen Solari
Fake it till you make it
Ausstellung mit UWAGA2002 (Nika Genetika & Ella Kur & Alfons Nagel), Ki Bui, Trieu Dao, Sina Eichhorst, Luzie Ana Catalina Katzorke, Willi Mend, Emiliano Mondragón, Josie Overton, Sude Nur Tosun, Leonie Wahler und Aleit Wagenbrenner
Fake it till you make it
Ausstellung mit UWAGA2002 (Nika Genetika & Ella Kur & Alfons Nagel), Ki Bui, Trieu Dao, Sina Eichhorst, Luzie Ana Catalina Katzorke, Willi Mend, Emiliano Mondragón, Josie Overton, Sude Nur Tosun, Leonie Wahler und Aleit Wagenbrenner
Fake it till you make it
Ausstellung mit UWAGA2002 (Nika Genetika & Ella Kur & Alfons Nagel), Ki Bui, Trieu Dao, Sina Eichhorst, Luzie Ana Catalina Katzorke, Willi Mend, Emiliano Mondragón, Josie Overton, Sude Nur Tosun, Leonie Wahler und Aleit Wagenbrenner
Fake it till you make it
Ausstellung mit UWAGA2002 (Nika Genetika & Ella Kur & Alfons Nagel), Ki Bui, Trieu Dao, Sina Eichhorst, Luzie Ana Catalina Katzorke, Willi Mend, Emiliano Mondragón, Josie Overton, Sude Nur Tosun, Leonie Wahler und Aleit Wagenbrenner
The Gap Between Worlds
mit Laurel Chokoago, Stef Mosebach, Franziska Nast, Aleen Solari und Sudabe Yunesi
Lesung
PETRA mit Stef Mosebach
Podiumsdiskussion
Podiumsdiskussion "Klassenreise - ein Gespräch zu sozialen Ungleichheiten in Kunst und Kultur"
mit Anna Bochkova, Dr. Bilinç Ercan-Catanzaro, Lisa Mangold und Miriam Stefanie Brodschelm moderiert von Melike Bilir
anschließend Drinks & Musik, Brettspiel “Das Spiel des Lebens” mit Anne Meerpohl
Fake it till you make it
Ausstellung mit UWAGA2002 (Nika Genetika & Ella Kur & Alfons Nagel), Ki Bui, Trieu Dao, Sina Eichhorst, Luzie Ana Catalina Katzorke, Willi Mend, Emiliano Mondragón, Josie Overton, Sude Nur Tosun, Leonie Wahler und Aleit Wagenbrenner
The Gap Between Worlds
mit Laurel Chokoago, Stef Mosebach, Franziska Nast, Aleen Solari und Sudabe Yunesi
Fake it till you make it
Ausstellung mit UWAGA2002 (Nika Genetika & Ella Kur & Alfons Nagel), Ki Bui, Trieu Dao, Sina Eichhorst, Luzie Ana Catalina Katzorke, Willi Mend, Emiliano Mondragón, Josie Overton, Sude Nur Tosun, Leonie Wahler und Aleit Wagenbrenner
Fake it till you make it
Ausstellung mit UWAGA2002 (Nika Genetika & Ella Kur & Alfons Nagel), Ki Bui, Trieu Dao, Sina Eichhorst, Luzie Ana Catalina Katzorke, Willi Mend, Emiliano Mondragón, Josie Overton, Sude Nur Tosun, Leonie Wahler und Aleit Wagenbrenner
Fake it till you make it
Ausstellung mit UWAGA2002 (Nika Genetika & Ella Kur & Alfons Nagel), Ki Bui, Trieu Dao, Sina Eichhorst, Luzie Ana Catalina Katzorke, Willi Mend, Emiliano Mondragón, Josie Overton, Sude Nur Tosun, Leonie Wahler und Aleit Wagenbrenner
Fake it till you make it
Ausstellung mit UWAGA2002 (Nika Genetika & Ella Kur & Alfons Nagel), Ki Bui, Trieu Dao, Sina Eichhorst, Luzie Ana Catalina Katzorke, Willi Mend, Emiliano Mondragón, Josie Overton, Sude Nur Tosun, Leonie Wahler und Aleit Wagenbrenner
Fake it till you make it
Ausstellung mit UWAGA2002 (Nika Genetika & Ella Kur & Alfons Nagel), Ki Bui, Trieu Dao, Sina Eichhorst, Luzie Ana Catalina Katzorke, Willi Mend, Emiliano Mondragón, Josie Overton, Sude Nur Tosun, Leonie Wahler und Aleit Wagenbrenner
The Gap Between Worlds
mit Laurel Chokoago, Stef Mosebach, Franziska Nast, Aleen Solari und Sudabe Yunesi
The Gap Between Worlds
mit Laurel Chokoago, Stef Mosebach, Franziska Nast, Aleen Solari und Sudabe Yunesi
Fake it till you make it
Finissage: der Ausstellung Fake it till you make it
Reading: Daniela Aparicio Ugalde (auf Englisch)
Performative Lesung: Working Class Daughters. Über Klasse sprechen
„Wie bist du aufgewachsen? Welche Rolle hat Arbeit und finanzielle Sicherheit gespielt? Wann hast du das erste Mal gemerkt, dass es so etwas wie Klassen gibt?“
»Working Class Daughters. Über Klasse sprechen« versammelt Gespräche zu Klasse, Geschlecht, Queerness, Arbeit, Migration, Widerstand und Sorge. Das Buch basiert auf Interviews, die Karolina Dreit und Kristina Dreit anhand eines Fragebogens einzeln geführt und zu „Gesprächen am Küchentisch“ angeordnet haben. Viele der Befragten sind oder waren im Kunst- und Kulturbereich tätig. Alle sind oder waren einmal Töchter. Das Buch behauptet eine Wirklichkeit, in der das Sprechen über Klasse nicht von Scham oder Isolierung getragen wird, sondern nach Verbindungen und Klassenbewusstsein sucht.
Karolina Dreit ist Arbeiter:innenkind und Post-Ost-Migrantin. Sie studierte u. a. Erziehungswissenschaften und Soziologie und ist als Kulturarbeiterin und Lehrerin tätig. Sie interessiert sich für Arbeitskämpfe, undogmatische Perspektiven auf Klasse und verbindende politische Praktiken.
Kristina Dreit ist Künstlerin und Forscherin. Sie studierte Critical Studies und Performative Künste an der Akademie der bildenden Künste Wien und interessiert sich für die Verschränkungen von Körper, Klasse und Geschlecht, sowie sensorische und choreografische Zugänge zu Arbeit und Werkzeugen.
Class Trouble - Klassenkörper
Workshop Class Trouble - Klassenkörper von Josephine Findeisen
Der Workshop findet in deutscher Lautsprache statt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Für einen der beiden Texte sind Englischkenntnisse hilfreich, aber nicht erforderlich. In diesem Workshop-Format beschäftigen wir uns mit verschiedenen Perspektiven auf Klasse und Klassismus. Ausgangspunkt ist ein gemeinsames Lesen von zwei unterschiedlichen Texten*. Dabei machen wir Lesepausen, um Gedanken zu sammeln, Verständnisfragen zu klären und um Erfahrungen auszutauschen.
Im zweiten Workshop-Block, nach einer Pause, nutzen wir Körperübungen, um verkörperte Aspekte von Klassenungleichheiten zu betrachten. Mithilfe von Körper- und Entspannungsübungen richten wir unseren Blick auf verschiedene physische Strukturen (bspw. Skelett und Muskulatur). Inwieweit ist Klasse eine körperliche Erfahrung? Wie manifestieren sich Klassenungleichheiten in Körpern? Und was ist überhaupt gesundheitliche Ungleichheit?
Ziel des Workshops ist es, komplexe und manchmal auch unsichtbare Klassenstrukturen gemeinsam zu verhandeln.
Für die Körperübungen und die Arbeit mit Texten im Workshop wird kein Vorwissen benötigt. Der Workshop findet überwiegend in deutscher Lautsprache statt - Für einen der beiden Texte sind Englischkenntnisse hilfreich, jedoch keine Voraussetzung für eine Teilnahme.
Die Teilnahme ist kostenlos. Der Workshop findet in deutscher Lautsprache statt. Kopien der Texte werden vor Ort verteilt. Der Workshopraum (Hajusom e.V.) ist mit dem Fahrstuhl erreichbar.
Marc Fisher, Good for nothing (in englischer Sprache); Tanja Abou, Prololesben und Arbeiterinnentöchter (in deutscher Sprache)
Bild: Josephine Findeisen, Class Trouble
Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung
Special Service: Liftboy
Special Service: von 17 bis 19:30 Uhr wird Liftboy den Fahrstuhl bedienen und bei Bedarf Assistenz leisten.
Liftboy ist ein nützliches Performance-Projekt von Chrisdian Wittenburg. 2019 vor den Galerien der Admiralitätstraße entstanden erschließt es sich seitdem weitere Bereiche der kulturellen Welt. Liftboy – Dienstleister für Barrierefreiheit in der Kunst. Weitere Infos: www.liftboy2033.com
Von Sprüngen und Klasse
Performance von Steven Solbrig
anschließend Gespräch mit Josephine Findeisen und Steven Solbrig
In „Von Sprüngen und Klasse“ erkundet Steven Solbrig die feinen Risse und den Kitt der Gesellschaft in Zeiten des tiefgreifenden Wandels. Dabei richtet Steven den Blick auf Körper in Armut, auf Armut im Körper, die auf Zigarettenschachteln landet. Das Fenster der eigenen ersten Wohnung wird dabei zum vielschichtigen Symbol des Vergleichs, des Spiegels, auch von Fragen: Klasse? Körper? Bewegung? Oder umgekehrt? Wohin eigentlich, jetzt?
Steven schlüpft in unterschiedliche Rollen, rebelliert gegen Zuschreibungen und lädt das Publikum zu einer eigenen „Klassenbefragung“.
„Von Sprüngen und Klasse“ macht Mut, sich der Verletzlichkeit und den eigenen Abstiegsängsten zustellen, auf der Suche nach dem, was verbindet, oder auch nicht.
Genre: Performance
Dauer: 20 Minuten
Sprache: Deutsche Lautsprache
Konzept, Sounds & Performance: Steven Solbrig
Dramaturgische Unterstützung (Urfassung): Felicia Daniel
Sprecher*innen: Marietta Füllenbach, Jan „Maihorn und Yannic Köhler
Foto: Katja Heinemann
TWO HANDS und MY MOVING MEMORY
"Two Hands" von Verena Brakonier, Jivan Frenster, Greta Granderath und Fondament
"My moving memory" von Lara Dade und Christian Limber von rampe:aktion.
Anschließend gemeinsames Gespräch.
Ab 7 Jahren, in deutscher Lautsprache mit deutschen Untertiteln
Keine Voranmeldung, Eintritt frei
TWO HANDS
In dem Kurzfilm TWO HANDS sehen wir die Hände von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Ist die Zukunft für sie etwas, das in ihren Händen liegt? Sie sprechen über ihre Lebensrealität, ihre Ziele, Sorgen und Träume – von einem Ferienhaus, einem guten Job, Wiedersehen mit der Familie im Iran, mehr Bäumen oder einem Sessel zum Chillen. So entsteht eine vielschichtige Annäherung an die Themen Klassismus und sozio-ökonomische Ungleichheit. TWO HANDS wurde 2025 von Verena Brakonier, Jivan Frenster und Greta Granderath zusammen mit FONDAMENT realisiert und feiert im Rahmen von Klassenreise Premiere. Der Erstling der drei Künstler:innen, der Kurzfilm HÄNDE (2021), wurde bereits deutschlandweit in Museen und auf Festivals gezeigt.
MY MOVING MEMORY
My Moving Memory ist eine filmische Aktion von rampe:aktion in Zusammenarbeit mit jungen Menschen aus dem IB Übergangswohnheim Marienfelder Allee in Berlin. Ausgangspunkt der Auseinandersetzung sind die Ausstellung Milieudinge – Von Klasse und Geschmack (Museum der Dinge, Berlin, 2025/26) und persönliche Gegenstände der Teilnehmenden, die im Kontext von Klasse und Migration filmisch befragt werden. Eine kollektive Untersuchung, die versucht zu erzählen, welche Geschichten und Erinnerungen sich in Gegenstände einschreiben und wie sich Erinnerungen und Geschichten im Laufe der Zeit verändern und wie viel Kraft in ihnen wohnen.
A Songspiels for the Invisible Class: Political Songspiels on Class Struggle
Filmprogramm A Songspiels for the Invisible Class: Political Songspiels on Class Struggle von Chto Delat
Let’s speak about class struggle?
This program brings together three most well-known musical-political films by the collective Chto Delat — Perestroika Songspiel (2008), Partisan Songspiel. Belgrade Story (2009), and Tower Songspiel (2009) — as a single analytical arc tracing the transformation of class composition and forms of class struggle from the euphoric moment of 1991 to the consolidated corporate-state power of the 2000s.
Structured in the form of Brechtian political songspiels, these films use chorus, typified characters, documentary material, and collective voice to examine how historical hope, political naïveté, resistance, and finally disillusionment shape the social field in post-socialist societies.
The trilogy begins at the symbolic dawn of post-Soviet democracy. Perestroika Songspiel returns to August 21, 1991 — the day when it seemed that “the people” had triumphed and a just society could be collectively built. The film dissects this moment by staging key social types produced by perestroika: the democrat, the businessman, the worker activist, the nationalist, and the feminist. Through their voices and the moral commentary of the chorus, we see not only their dreams but also the seeds of the future class stratifications embedded in their visions.
Partisan Songspiel. Belgrade Story shifts the focus from historical expectation to material reality. Here, class antagonism is no longer abstract or ideological but concrete and spatial: forced evictions of Roma communities for the Universiade 2009 reveal the alignment of city authorities, business elites, and war profiteers against precarious populations — workers, minorities, activists, veterans. The “dead partisans” form a historical chorus, introducing a horizon of historical consciousness that contrasts the anti-fascist legacy with contemporary forms of neoliberal governance.
Finally, Tower Songspiel shows a mature stage of post-Soviet class power, embodied in the Gazprom skyscraper project in St. Petersburg. The conflict over this project becomes a case study of how corporate-state alliances produce symbols of “modernization” while neutralizing public resistance. The film exposes the ideological machinery through which such projects are legitimized and pushed forward despite broad civic opposition.
Across the three films, we witness a movement: from political hope to social stratification, from imagined collective future to visible class antagonism, from public participation to managed consent, from democratic euphoria to corporate-state spectacle.
The recurring device of the chorus — public opinion, dead partisans, antagonistic social voices — acts as a historical conscience that links past struggles with present conflicts, asking what happens to revolutionary memory under conditions of neoliberal transformation.
Taken together, these works form not simply a film trilogy but a performative analysis of how class composition changes over time and how the forms of class struggle mutate in response to new configurations of power.
They ask a persistent question: how do people recognize themselves as a collective political subject — and how is this recognition continually fragmented, redirected, or appropriated?
Workshop von Chto Delat
Workshop von Chto Delat
Thematische Programmtipps
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DRIVE
Dokumentartheater und Workshop mit Verena Brakonier und dem Team von DRIVE (auf Englisch)
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